Februar 25, 2025

Ostdeutsche Klubs im Nachteil?

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sieht aktuell keine Möglichkeit, die Aufstiegsregelung für die nordostdeutschen Regionalligisten zu verändern. Manuel Hartmann, Geschäftsführer Spielbetriebe beim DFB, betonte in einem MDR-Interview, dass der entscheidende Faktor die gemeinsame Lösungsfindung zwischen Vereinen und Verbänden auf der vierten Spielklassenebene sei. Dafür fehle jedoch momentan die grundsätzliche Bereitschaft aller Beteiligten.

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Hartmann erklärte, dass bisher nur die Perspektive aus dem Nordosten gehört wurde, für eine umfassende Lösung jedoch mehr Parteien einbezogen werden müssten.

Vor kurzem hatten 17 der 18 Vereine des Nordostdeutschen Fußball-Verbands (NOFV) eine Initiative gestartet, um einen direkten Aufstiegsplatz in die 3. Liga zu erhalten. Mit ihrer Kampagne „Aufstiegsreform 2025 – #meistermüssenaufsteigen“ wollen sie dem NOFV Vorschläge für einen Antrag beim DFB-Bundestag im September unterbreiten.

Die aktuelle, seit 2017 bestehende und 2019 angepasste Regelung sieht vor, dass die Meister der mitgliederstärksten Verbände Südwest und West automatisch aufsteigen. Die anderen drei Verbände – Nord, Nordost und Bayern – erhalten im Rotationsprinzip einen direkten Aufstiegsplatz, während die verbleibenden zwei Verbände Relegationsspiele austragen müssen.

Hartmann zeigte sich grundsätzlich offen für Diskussionen: „Ob das dauerhaft der richtige Schlüssel sein muss, würde ich nicht fest unterschreiben.“ Er betonte jedoch, dass die aktuellen Parameter damals mit klarer Mehrheit vom DFB-Bundestag beschlossen wurden. Falls neue Entwicklungen zeigen würden, dass nicht die Anzahl der Herrenmannschaften, sondern aktuelle sportliche Entwicklungen als Maßstab dienen sollten, sei man gesprächsbereit. Die NOFV-Vereine argumentieren unter anderem mit ihren hohen Zuschauerzahlen für eine Änderung der Regelung.

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